Der Weg ist das Ziel oder Chuck Norris never run a Marathon

Art of Life, Spiel & Spaß, Welt

Apr 26

2013

Marathon

creative commons, freie Bilder Flickr-Autor: Jan Willem van Wessel

Das Fitnessstudio war mir schon lange zu langweilig geworden. Wer kennt es nicht, immer derselbe Blick vom Laufband, die stickige Luft, Möchtergern-Pumper. Das leichte Joggen im Stadtpark war eine willkommene Abwechslung und sollte endlich ein Ziel haben. Im September vergangenen Jahres fasste ich – ehrlich gesagt hauptsächlich aus der wahrscheinlich alles weiblichen Lesern nur allzu gut bekannten, ewigen Diätfrustration heraus – endgültig den Entschluss: Ich melde mich beim Hamburg Marathon an. 

Zugegeben, ich bin nicht ohne Vorprägungen. Mein Vater nimmt selber seit nunmehr fünf Jahren an Langstreckenläufen teil und ist das beste Beispiel, wie “einfach” die Kilos trotz vollwertiger Ernährung schwinden können. Wenn er das schafft, sollte es doch für mich (ich habe früher aktiv Leistungssport betrieben und mich auch danach stets sportlich betätigt) ein Kinderspiel werden. Ich kann vorab verraten, das war es nicht.

So suchte ich mir also aus dem Internet einen Trainingsplan heraus. Ab jetzt sollte ich drei Mal die Woche laufen, zwei kürzere Tempoläufe unter der Woche und einen langen Lauf am Wochenende. Das sollte doch machbar sein. Von Woche zu Woche wurden die Läufe allerdings immer länger und schneller, die Tage kürzer und das Wetter bescheidener. Aber bekanntermaßen gibt es ja kein schlechtes Wetter, auch in Hamburg nicht, sondern nur unpassende Bekleidung. Besonders nach der Arbeit kostete es jedoch einige Mühen, meinen inneren Schweinehund bei diesen Bedingungen zu überwinden. Ich kann aber jedem sagen, es lohnt sich! Die Vorfreude auf den großen Tag, auf den man so lange hingearbeitet hat, das Gefühl, das man bereits am Start empfindet, die Mitläufer, darunter einige in wahnsinnigen Verkleidungen, die Unterstützung der Zuschauer am Straßenrand, all dies beflügelt und lässt einen jeden Schmerz vergessen. Fremde Leute, die den eigenen Namen rufen und die Mutter, die durchs Megafon schreit: “Das ist meine Tochter, du schaffst das!” – Unbeschreiblich! Richtig verarbeiten konnte ich die in den knapp fünf Stunden gesammelten Eindrücke erst in den darauffolgenden Tagen.

Das Laufen hat sich aber auch gesundheitlich ziemlich schnell positiv bemerkbar gemacht. Die frische Luft stärkt das Immunsystem. Schleppten sich die Kollegen im Winter krank ins Büro, musste ich nicht ein einziges Mal das Bett hüten. Während des gesamten Trainigs von sechs Monaten habe ich trotz Weihnachten, schwerer winterlicher Kost und Naschen ohne Einschränkungen fünf Kilogramm und eine Kleidergröße abgenommen.

Trotz allem darf man nicht vergessen, dass ein Marathon eine ungeheure körperliche Belastung ist, die man mit Vorsicht genießen muss. Schon bei einer leichten Erkältung sollte das Training ausgesetzt werden, um das Herz nicht zu belasten. Andernfalls kann es schnell zu einer Herzmuskelentzündung führen, die schon einigen überehrgeizigen Läufern das Leben gekostet hat. Zuletzt einem Mann beim Berliner Halbmarathon, der mit einer Angina am Lauf teilnahm. Hier gilt unbedingt: Lieber ein paar Tage auskurieren und dann wieder erholt ins Training einsteigen! Des Weiteren ist ein passender Laufschuh von hoher Bedeutung. Bei der Auswahl geht es sowohl um die richtige Passform als auch um eine gute Dämpfung. Es empfiehlt sich ein individueller Lauftest in einem Sportfachgeschäft.

Abschließend bleibt mir eigentlich nur eines zu sagen: Laufschuhe an, raus an die frische Luft und los! Jeder kann es schaffen, es muss ja nicht gleich ein Marathon sein.

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