Paris – Reisetipps abseits der üblichen Wege

Art of Life, Geld & Welt

Okt 19

2012

Sacre CoeurIn Deutschland bekannt als „Stadt der Liebe“ – Paris, die Hauptstadt Frankreichs. Berühmt ist die Metropole vor allem für den Eiffelturm, Notre Dame und den Louvre. Doch die Stadt an der Seine mit ihren rund 2,2 Millionen Einwohnern hat viel mehr zu bieten als ihr deutscher Spitzname zunächst verrät. Nach diversen Kurztrips und einem längeren Aufenthalt in Paris möchte ich ein paar Erfahrungen und Reisetipps abseits der üblichen Wege weitergeben.

 

Auf Entdeckungstour

Den Tag beginnen sollte man abgesehen von einem Croissant und einer Tasse Kaffee mit einer kleinen Entdeckungsreise durch die Pariser Unterwelten. Der Eingang zu den Katakomben liegt direkt an der Metro-Station Denfert-Rochereau und ist in der Regel aufgrund der beschränkt zugelassenen Besucherzahl schon aus der Ferne an einer längeren Warteschlange erkennbar. Aber frühes Aufstehen und ein wenig Geduld an der Eintrittskasse lohnen sich allemal. In der unterirdischen Grabstätte sind der Öffentlichkeit ca. zwei Kilometer Tunnel zugänglich. Zu bestaunen sind dabei Unmengen an kunstvoll aufgestapelten Knochenresten. Die Katakomben entstanden Ende des 18. Jahrhunderts und wurden aus dem pragmatischen Grund angelegt, dass die Friedhöfe der Stadt überfüllt waren und Seuchen die Bevölkerung bedrohten. So wich man auf die ehemaligen Steinbrüche der Stadt aus. Wer des Französischen mächtig ist, kann an einer geführten Tour teilnehmen.Wasserspeier

Ist einem die Lust auf lange Warteschlangen vergangen, empfehle ich das Wahrzeichen der Stadt schlechthin – den Eiffelturm – zu meiden und stattdessen das Dach des unweit von den Katakomben gelegenen Hochhauses Montparnasse zu begehen. Von dort aus hat man einen mindestens genauso schönen Ausblick und bekommt zudem den Eiffelturm selbst mit vor die Kamera. Bei der alternativen Aussichtsplattform muss man sich zum Einen nicht die Füße in den Bauch stehen, sondern schont in geringem Maße auch das Portemonnaie. Sein Ticket kann man bei beiden Attraktionen bereits bequem von zuhause aus online kaufen.

Abenteurer und Leseratten können sich dann weiter auf die Spuren von Dan Browns The Da Vinci Code – Sakrileg begeben. Neben dem Louvre ist die Kirche St. Sulpice mit der durch sie verlaufenden Rosenlinie Schauplatz im Roman. Begibt man sich auf den Turm von Notre Dame, erwachen mit ein wenig Fantasie die Wasserspeier aus Victor Hugos Der Glöckner von Notre Dame über den Dächern der Stadt zum Leben.

 

„Stadt der Mode“

Für Shoppingbegeisterte bleiben in der Heimat von Coco Chanel keine Wünsche offen. Designermarken wie Chanel, Cartier und Louis Vuitton haben sich rund um die wohl bekannteste Einkaufsmeile der Stadt, die Champs-Elysée, sowie den Place Vendôme angesiedelt. Ganz in der Nähe befindet sich zudem der Boulevard Hausmann, wo die Traditionskaufhäuser Au Printemps und Galeries Lafayette zu finden sind.

Im kompletten Gegensatz dazu stehen die Secondhand-Läden im Marais. Dazwischen zeugen noch immer traditionelle jüdische Geschäfte von der Zeit, in der das Viertel nahe dem Pariser Rathaus noch ein Ghetto war. Nicht nur deshalb versprühen die Straßen ein besonderes Flair. Die Geschäfte sind nicht zuletzt hauptsächlich bei der jüngeren Generation sehr beliebt und man kann leicht das eine oder andere „Vintage-Schnäppchen“ ergattern.

Diejenigen, die es etwas gediegener mögen, sollten sich auf die Rue de Rivoli zwischen Rathaus und Louvre begeben. Die Geschäfte sind zwar weniger ausgefallen, allerdings sind Kollektionen bekannter Ketten wie Zara oder H&M dem Angebot in Deutschland um mehrere Wochen voraus.

 

„Stadt der Künste“

Wenn man Paris und Künstler verbindet, denkt man wahrscheinlich zuerst an den Montmartre. Der berühmte Platz im Rotlichtviertel der Metropole hat allerdings an Charme verloren. Mittlerweile reihen sich nur noch vereinzelt Maler rings um den nun von Restaurants genutzten Place Montmartre auf. Ansonsten erinnert die Rue Pigalle mehr und mehr an die Hamburger Reeperbahn. Traditionell begeistern soll die weltweit berühmte Revueshow im Moulin Rouge dennoch. Unter den Franzosen sehr beliebt: die Travestieshow im Chez Michou. Michou, Inhaber des kleinen Theaters, ist ein schillerndes Urgestein der Szene und begeistert mit seinem Ensemble Mann und Frau gleichermaßen.Katakomben

In den unzähligen Museen der Stadt gibt es weitaus mehr zu sehen als die Mona Lisa. Petit Palais und Grand Palais sowie das Musée d’Orsay bieten Klassiker von Van Gogh, Monet, Manet, Degas und vielen weiteren Künstlern. Im Rathaus der Stadt sind immer wieder wechselnde Fotoausstellungen zu bewundern. Moderne Kunst wird im Centre Pompidou ausgestellt. Der Eintritt in viele Museen ist dabei für Lehrkräfte und unter 26-Jährige Bürger von EU-Ländern kostenlos. Von November bis März stehen die Türen zudem jeden ersten Sonntag im Monat für alle Personen offen. Details zu den diversen Angeboten der Museen und einen Überblick über den freien Eintritt findet ihr hier: ParisInfo.com

 

„Leben wie Gott in Frankreich“

Die Franzosen sind neben der Kunst und Malerei auch für ihre Lebenskunst bekannt. Schon früh morgens sieht man unsere Nachbarn in Straßencafés entspannt den Tag beginnen. Kulinarisch kommt man in Paris eigentlich fast überall auf seine Kosten – in doppelter Hinsicht. Mein Tipp: auch mit kleinem Budget kommt man in den kleinen Gassen zwischen Notre Dame und der Fontaine Saint Michel in den Genuss französischer Gaumenfreuden. Wer keine Austern mag, dem sind Paninis – eine Art warmes, belegtes Baguette – und selbstverständlich süße oder salzige Crepes herzlich zu empfehlen. Bei schönem Wetter kann man auch einfach das Angebot eines McCafés nutzen. Dort gibt es sehr leckere französische Gebäckspezialitäten, unter anderem Macarons – meine persönlichen Lieblingsküchlein, zum Mitnehmen und gemütlich in einer der Parkanlagen, beispielsweise dem Jardin du Luxembourg oder den Tuileries am Louvre genießen.

 

„Stadt der Lichter“

Paris

Bei den Einheimischen wird Paris „Stadt der Lichter“ genannt. Wer eine abendliche Lichterfahrt auf der Seine mit einem Bateau Mouche unternommen hat, weiß wieso. Sämtliche Sehenswürdigkeiten werden abends beleuchtet und zu jeder vollen Stunde glitzert der Eiffelturm. Diejenigen, die weniger romantisch veranlagt sind, sollten sich eher in die Gassen rund um den Place de la Bastille begeben. Dort reihen sich Bars aneinander und es herrscht ein reges Nachtleben.

 

Kost & Logis

Stellt sich abschließend nur noch die Frage zu Mobilität und Unterkunft.

Ein sogenanntes Carnet enthält zehn Tickets für die Metro und kostet 12,70 Euro. Wer gut zu Fuß ist, sollte allerdings den Spaziergang durch die Stadt bevorzugen. Die Sehenswürdigkeiten reihen sich quasi aneinander. Paris Architektur wurde Mitte des 19. Jahrhunderts maßgeblich vom Stadtplaner Georges-Eugène Haussmann geprägt. Der einheitliche Baustil trägt viel zum Charme der Metropole bei und diente sogar Buenos Aires als Vorbild.

Ist das Reisefieber entfacht? Über Flugpreisvergleichsportale findet man oftmals schon Flüge ab 30 Euro pro Person und Strecke. Privatunterkünfte mit Selbstverpflegung für das kleine Budget findet man bequem über den Link www.airbnb.de Persönlich empfehlen kann ich Pauschalangebote des Air Berlin Reiseportals www.binoli.de. Letzter Tipp: Frühbucher sparen!

 

Gute Reise!



4 Kommentare zu "Paris – Reisetipps abseits der üblichen Wege"

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Alex

Oktober 20th, 2012 at 20:09

Ja, in Paris war ich bislang auch schon 1-2x. Schön, angenehm nur die Preise und die Sprache bräuchte ich nicht! :D

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Franzi

Oktober 21st, 2012 at 11:59

Hallo Alex,
es kommt in Paris wirklich darauf an, dass man die richtigen Ecken kennt. Ich habe mich einfach in diese Stadt verliebt ;)
Beste Grüße

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Sandy

Oktober 31st, 2012 at 23:22

AirBed & Breakfast ist die perfekte Lösung für spontane Städtereisen aber auch für Frühbucher. Konnte leider noch keine Erfahrungen damit machen aber plane nach Madrid zu fahren. Und darüber einen Reisebericht veröffentlichen.

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Franzi

November 1st, 2012 at 09:31

Hallo Sandy,

danke für den Tipp! Du kannst uns dann gerne von deinen Erfahrungen berichten! :)

Beste Grüße,
Franzi

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